Energiefächer in Esslingen wird breiter

Der Aufsichtsrat des Energiedienstleisters hat in seiner jüngsten Sitzung die Grundsatz-entscheidung getroffen, sich bei einem Offshore Windkraft Projekt in der Ostsee zu beteiligen. "Das Engagement bei einem derartigen Vorhaben liegt nahe", so Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger. "Die Stadt Esslingen setzt als Mitgliedsstadt im Klimabündnis in Kooperation mit vielen Partnern und innovativen Energiedienstleistern wie den SWE auf erneuerbare Energien. Esslingen als Industriestandort verbraucht viel Strom und da ist es konsequent, wenn Verantwortung für eine weitere Energieart mit Zukunftspotenzial übernommen wird", so OB Zieger.

Angestrebt wird die Beteiligung an dem Offshore-Windpark „EnBW Baltic 1" der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) in der Ostsee, der eine Leistung von rd. 50 MW haben wird und Ende 2010 in Betrieb gehen soll. Mit der Aufsichtratsentscheidung sichern sich die SWE zunächst die grundsätzliche Option auf den Erwerb einer Beteiligung. Der endgültige Beschluss über die Beteiligung wird erst getroffen, wenn der Windpark errichtet ist und die exakten Kosten vorliegen, so der kaufmännische SWE-Chef Wolfram Schetter.
„Damit unterstreichen die SWE ihre ökologische Verantwortung und erweitern Ihre Engagement bei den erneuerbaren Energien um eine weitere Komponente", so Schetter.

Die SWE planen, im Jahr 2010 rund 12 Mio. kWh Strom mit erneuerbaren Energien oder der besonders effizienten Kraft-Wärme-Kopplung zu erzeugen, was den Strombedarf von rund 6.000 Menschen und damit rechnerisch rund 6,5% der Einwohnerinnen und Einwohner Esslingens deckt. Durch die angestrebte Beteiligung an „EnBW Baltic 1" mit bis zu 1 MW könnten dann nochmals zusätzlich bis zu 2.600 Menschen mit emissionsfrei erzeugtem Strom versorgt werden.

Fakten zum Gesamtprojekt „EnBW Baltic 1":

• Standort: Ostsee, 16 km nördlich der Halbinsel Darß/Zingst
• Größe: ca. 7 km2, Wassertiefe: 16-19 m, Verankerung: Monopiles
• Gesamtleistung: 48,3 MW, Jährlicher Ertrag: 176,4 GWh/a
• mittlere Windgeschwindigkeit: 9 m/s, Fertigstellung: Ende 2010